The Wanton Bishops

Bluesrock aus Beirut? Oh ja, und der wird Sie nicht mehr loslassen...

Ohne Frage wäre es eine Schande, wenn manche Größen der Musikwelt bei ihrem ursprünglichen Beruf geblieben wären: Kurt Cobain (Nirvana) als Hausmeister, Elvis Costello als Programmierer, Bon Scott (ACDC) als Briefträger oder Elvis Presley als LKW-Fahrer für Crown Electric. Und es wäre wirklich ein Verlust gewesen, wenn Nader Mansour und Eddy Ghossein nach ihrem Sudium irgendwo in der Wirtschafts- und Finanzwelt verschwunden wären. So aber haben sie die Wanton Bishops gegründet, die Bankenwelt hat zwei Manager weniger und wir haben eine geile Bluesrock Band mehr.

Die meisten hier im Westen assoziieren mit Beirut eher die traurigen Bilder aus Bürgerkriegstagen, als eine lebende Clublandschaft mit einem pulsierenden Nachtleben. Aber genau das trägt zum Spitznamen der Stadt bei, nämlich “Paris des nahen Ostens”. Und in dieser Umgebung haben sich Mansour und Ghossein kennengelernt, der Legende nach bei einer Schlägerei vor der berühmten Blues Bar “Bar Louie“. Ob das stimmt oder nicht sei dahingestellt, wichtig ist, dass die beiden zusammentrafen, sich sympathisch fanden und auch musikalisch die Chemie stimmte.

Ein Jahr nach Gründung der Wanton Bishops 2011 erschien dann auch ihre Debüt-EP Bad Rhyme, die der Band die Aufmerksamkeit der nationalen Fans sicherte.

Der musikalische Erfolg des Duos blieb nicht nur auf Beirut oder den Libanon beschränkt, denn es war nur eine Frage der Zeit bevor ihre Songs in den Radiocharts hoch und runtergespielt wurden. Die Medien in Jordanien, Frankreich, Dubai und der Türkei waren die nächsten die sich für die Wanton Bishops interessierten. Ende 2012 erschien das mit vielen Auszeichnungen überhäufte Album Sleep with the lights on. Die LP bescherte den beiden einen rasant wachsenden Bekanntheitsgrad und Auftritte als Vorgruppe von z.B. Guns N’Roses oder The Who sowie Gigs auf Festivals von Nova Rock bis Glastonbury.

Aber die Jungs werden nicht langsamer! Ihr neues Album Nowhere Everywhere ist eine musikalische Weiterentwicklung ihres Bluesrock-Revival-Sounds, mit dem sie den nächsten Schritt ihrer künstlerischen Entwicklung abgeschlossen haben. Oder um es mit Naders eigenen Worten zu sagen: We are taking our blues induced rock and roll down an ethnic-electronic highway. We’re finally getting to the core of the music we want to create, and that core is scarily confused, much like our own identity as Lebanese people living in Beirut, that eternal cultural crossroad.”

Man kann davon ausgehen, dass die Wanton Bishops in naher Zukunft auch bei uns einen weitaus größeren Bekanntheitsgrad erreichen werden. Zurzeit können die Jungs vom 20. bis 23. September 2017 auf dem Hamburger Reeperbahn Festival live erlebt werden.

Wer mehr über die Band erfahren möchte, bitteschön:

Zur Webseite: The Wanton Bishops

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von The Wanton Bishops

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