Wenn im Gespräch das Thema auf erfolgreiche Athleten, Kämpfer oder Spezialeinheiten kommt, dann fallen fast immer Begriffe wie “Mentale Stärke”, “Übermenschliche Willenskraft” oder “Absolute Fokussierung”. Damit wird der Eindruck erweckt, dass diese Menschen von Natur aus mit einer Fähigkeit ausgestattet sind, die uns anderen versagt geblieben ist. Aber das stimmt nicht! Wir zeigen Ihnen wie Sie diese Art der Meditation lernen können.

Schaut man sich berühmte und herausragende Personen der Geschichte an, dann stellt man fest, dass mentale Stärke eine Fähigkeit ist, die durch hartes Training und Engagement erst entwickelt werden muss. Ganz so wie erfolgreiche Sportler sich dem Training ihres Körpers widmen. Die männlichen Spartaner beispielsweise begannen damit schon in ihrer Kindheit und waren dadurch bereit auf dem Schlachtfeld zu glänzen, lange bevor sie überhaupt ihren ersten Kampf hatten.

Meditation - Helm und Maske eines Samurai

Meditation – Die Geheimwaffe der Samurai (Photo by 12019 on Pixabay)

Ein weiteres Beispiel waren die japanischen Samurai. Bekannt für ihren beispiellosen Mut, ihre Hingabe und ihre Willenskraft im Kampf, benutzten sie neben dem körperlichen und geistigen Training eine weitere Methode, um sich auf ihre herausragenden Leistungen vorzubereiten: Die Meditation.

Durch Meditation lernten sie, im und außerhalb der bewaffneten Konfrontation immer einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Samurai sind -wie die Spartaner- im Nebel der Geschichte verschwunden. Was bleibt sind wir, manche von uns als “moderne Krieger” tätig, als Soldat, Polizist, Wachmann, Feuerwehrmann, etc. Andere von uns sind in vielleicht weniger gefährlichen, aber trotzdem stressigen Jobs unterwegs. Und uns allen kann es nur helfen wenn wir ausgeglichen sowie fokussiert sind und mental bereit, die Dinge anzupacken.

Meditation - Entspannung sitzend im Park

Meditation ist überall möglich (Photo by fsHH on Pixabay)

Es gibt unzählige Studien die gezeigt haben, dass etwas im Körper des Meditierenden geschieht. Stressbedingte Symptome, Bluthochdruck, sogar Depression: Gegen vieles kann der Einsatz dieser Technik helfen. Dabei lassen wir die religiös behafteten oder mit einem bestimmten Glauben verbundenen Methoden außer acht. Wir reden von Techniken wie dem Achtsam­keitstraining, dem Modell der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR) oder der Liebende-Güte-Meditation.

Diese Formen der Meditation sind kostenlos und frei von negativen Stigmata. Sie sind eine Form der Entspannung, die nicht nur einfach auszuführen sind, sondern auch gute Resultate erzielen.

Die Technik

  • Bevor man das erste Mal meditiert, sucht man sich ein Wort oder einen Satz aus, den man später gedanklich vor sich hin sagt. Ja, wir wissen dass das von vielen Yoga-Anhängern als Mantra bezeichnet wird. Für uns ist es unwichtig wie es heisst. Wichtig ist nur, dass das Wort wenig oder gar keine Bedeutung für Sie hat. Einmal gewählt ändern Sie es nur, wenn Sie merken, dass es für Sie überhaupt nicht funktioniert. Manche Menschen wählen ein Wort so schlicht wie das klassische “Omm”.
  • Als nächstes suchen Sie sich einen ruhigen und bequemen Platz in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Wichtig ist dass Sie ein paar Minuten ungestört sein können. Die beste Zeit dafür ist der Morgen bevor Sie gefrühstückt haben. Schalten Sie Ihr Handy aus, ziehen Sie den Stecker des Haustelefons, lassen Sie Ihren Computer ausgeschaltet.
  • Wenn Sie einen Platz gefunden haben, an dem Sie für eine kurze Zeit bequem aufrecht sitzen können und von dem aus Sie -Im Idealfall- eine Uhr sehen, schließen Sie die Augen.
  • Legen Sie Ihre Hände in den Schoss. Fühlen Sie wie Ihr Körper es sich bequem macht. Hören Sie auf Ihren Atem. Beobachten Sie Ihren natürlichen Atemrhythmus. Versuchen Sie nicht Ihren Atem zu kontrollieren. Lassen Sie es laufen, es ist nicht ungewöhnlich wenn sich Ihre Atmung dabei verlangsamt. Machen Sie das für ein, zwei Minuten.
  • Jetzt wiederholen Sie in Gedanken ihr Wort oder Ihren Satz, in Ihrer eigenen Geschwindigkeit. Stören Sie sich nicht daran wenn sich die Geschwindigkeit ändert oder wenn Sie Schwierigkeiten haben sich darauf zu konzentrieren. Das ist normal.
  • Es ist auch normal dass Ihr Verstand wandern wird und viele verschiedene Gedanken in Ihren Kopf kommen. Das nennt sich “mind chatter”. Richten Sie Ihren Fokus immer wieder auf Ihr Wort oder Ihren Satz und lassen Sie die Gedanken vorbeiziehen. So einfach ist das.
Meditation - Am Meer

Suchen Sie sich einen Platz an dem Sie entspannen können (Photo by Afonso Coutinho on Unsplash)

In der ersten Woche Ihrer Meditation sollten Sie nicht länger als zwei Minuten üben. Das gewöhnt Sie ans stille aufrecht Sitzen und senkt die Frustration, wenn die eigenen Gedanken abgleiten. In der zweiten und dritten Woche versuchen Sie fünf Minuten zu meditieren. Steigern Sie sich langsam von Woche zu Woche, sieben Minuten, zehn Minuten, bis Sie bei Ihrem Ziel angelangt sind: 20 Minuten am Stück zu meditieren.

Fazit

In kürzester Zeit werden Sie feststellen, dass Meditation die einfachste -und günstigste- Form der Entspannung ist. Seien Sie auch nicht überrascht wenn Sie, wie so viele vor Ihnen, eine Verbesserung Ihrer mentalen Stärke, Ihrer Arbeitskraft und Ihres allgemeinen Wohlbefindens feststellen. Ihre Familie, Arbeitskollegen und Freunde werden es ihnen danken.

Über den Autor

Thilo Heffen

Thilo Heffen wurde 1970 geboren und ist immer noch nicht tot. Sein Berufsleben besteht zum großen Teil aus Titeln mit dem Präfix "Ex-", wie zum Beispiel Ex-Soldat, Ex-Netzwerkingenieur, Ex-Filmemacher, Ex-Operations Manager oder Ex-Niederlassungsleiter. Wird er gerade nicht von Frau, Kindern oder Hund in Beschlag genommen, versucht er auf EXIMUM Beiträge so interessant zu schreiben, dass sie auch von anderen gerne gelesen werden.

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