Erinnern Sie sich noch an die guten, alten Tapedecks, die früher integraler Bestandteil jeder Hifi-Anlage waren? Sie standen zusammen mit Verstärkern, Tuner und Schallplattenspieler im Partykeller, bereit, alles von ABBA bis Led Zeppelin abzuspielen. Wenn Sie jetzt denken, dass sich das Thema im Zeitalter digitaler Musik erledigt hat, dann habe ich eine Überraschung für Sie! Und vielleicht ein ideales Geschenk zu Weihnachten gleich dazu…

Artur Mlynarz ist fasziniert. Der polnische Grafikkünstler, Designer und Copywriter liebt Vintage HiFi-Equipment. Er liebt den Look, die Funktionsweise und das Feeling, wollte aber nicht von den dazugehörigen, veralteten Medien abhängig sein. Und weil wir schon im 21. Jahrhundert leben, konvertierte er kurzerhand einen alten Kassettenrekorder in einen MP3/FLAC Player.

Die Idee zum TapeLess Deck Projekt war geboren.

Wie er auf die Idee dazu gekommen ist? In seinen eigenen Worten: „I love old HiFi equipment – mainly because of its fantastic sound, but I also admire the mastery of engineers who create such fabulous constructions. Before era of digital CD players, cassette recorders were most advanced masterpieces of engineering craftmanship. It was real art, to create precise and sophisticated mechanisms without using any CAD software or computer simulations. Today we can meet many of them – broken, damaged, forgotten. Could there be something more beautiful than giving them a new life? That’s why I started the TapeLess Deck Project.“

Wir finden das eine hervorragende Idee. Wann immer sich altes und neues Design zusammentun um eine ungewöhnliche Symbiose einzugehen, sollte man sich das auf alle Fälle genauer anschauen.

Und wie funktioniert das TapeLess Deck?

Das Kassettendeck wird angepasst, und an Stelle einer alten Bandkassette integriert Artur ein Android Handy. Auf dem befindet sich die entsprechende Software, also Player, etc. Per Touchscreen wird gesteuert. Wenn die Musik läuft ist auf dem Display sogar die Animation einer Kassette zu sehen. Schließt man das Fach, ist die Illusion perfekt. Sogar Lautstärkeregler, Beleuchtung, Anzeigen und Meter funktionieren so wie man es von früher gewohnt ist. Und auch die digitale Seite stimmt: Ausreichender Speicherplatz, WLAN, Internetradio, etc. machen aus der ehemals alten Kiste eine moderne Musikanlage.

Der Spaß muss doch ein Heidengeld kosten, oder?

Obwohl der Preis jedes Decks variiert und von Faktoren wie Modell, Anspruch des Besitzers, Arbeitszeit, etc. abhängt, sollen die Tapeless Decks nicht außerhalb der finanziellen Reichweite normaler Menschen liegen. Artur gibt bei Anfragen gerne dazu Auskunft.

Falls Sie jetzt mit dem Gedanken spielen Ihr altes Tapedeck aus dem Keller zu holen und daran herumzuschrauben: Artur bietet neben den Modellen, die er auf seiner Seite zum Verkauf anbietet, auch Custom Work an und konvertiert Ihr altes Deck nach Ihren Vorstellungen.

Kein Bandsalat, kein knistern, hohe Audioqualität: Das Tapeless Deck Project verwandelt zuvor zahme Kassettendecks in moderne Audiomaschinen, die man gerne im heimischen Wohnzimmer stehen haben möchte.

TapeLess Deck Project

Eine weitere Idee von Vintage Audio, die in eine ganz andere Richtung geht, finden Sie in unserem Artikel über And Vinyly.

Über den Autor

Thilo Heffen

Thilo Heffen

Thilo Heffen wurde 1970 geboren und ist immer noch nicht tot. Sein Berufsleben besteht zum großen Teil aus Titeln mit dem Präfix "Ex-", wie zum Beispiel Ex-Soldat, Ex-Netzwerkingenieur, Ex-Filmemacher, Ex-Operations Manager oder Ex-Niederlassungsleiter. Wird er gerade nicht von Frau, Kindern oder Hund in Beschlag genommen, versucht er auf EXIMUM Beiträge so interessant zu schreiben, dass sie auch von anderen gerne gelesen werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar