“Sorry, bad ping” – diese und ähnliche Aussagen sind in Online-Multiplayertiteln längst zum geflügelten Wort geworden. Schließlich ist nichts ärgerlicher, als zum entscheidenden Kopf- oder Torschuss anzusetzen, nur damit einem im letzten Moment die Verbindung einen Strich durch die Rechnung macht.

Doch wie schnell muss die Verbindung für stabiles Gaming und regelmäßiges Chicken Dinner tatsächlich sein? Dieser Überblick verrät es.

Schnelle DSL-Verbindungen für ein ruckelfreies Spielerlebnis

Eine langsame Internetverbindung ist immer nervig und wird beständig als störend wahrgenommen. Webseiten laden sich extrem langsam, Videos buffern immer mal wieder und beim Streaming geht die Qualität in den Keller. Beim Online-Gaming ist eine konstant hohe Datenrate sogar ein Erfordernis, um überhaupt sinnvoll spielen zu können.

Während Spiele wie “World of Warcraft” in der Pionierzeit der ersten großen Online-Welle noch vor allem auf PvE-Kämpfe setzten (menschliche Spieler gegen Computer), sind heutige Online-Hits vor allem PvP-Spiele. In diesen werden Spieler gegen Spieler (Player versus Player) aufs Schlachtfeld losgelassen und dort zählt jeder Bruchteil einer Sekunde. Das war bei alten PvP-Spielen wie “Counterstrike” aufgrund der schnellen Partien und der limitierten Grafik noch einigermaßen machbar, doch aufwendig koordinierte Spiele wie “Fortnite”, “PUBG” oder “Rocket League” und “Destiny 2” benötigen eine höhere Bandbreite im Down- und Upload, um ständig alle Spielerpositionen und Veränderungen in der Umgebung akkurat melden zu können.


Spieltrailer für Destiny 2 (Quelle: YouTube)

Zwar können moderne Spiele dies antizipieren, indem sie Schätzungen anstellen, doch diese gehen nur bis zu einem gewissen Grad. Alles andere resultiert in wildem Zucken und Stottern des Bildes, keine idealen Bedingungen, um sinnvoll zocken zu können. Gerade in team-basierten Spielen oder Spielen mit langen Rundenzeiten kann ein schlechter Ping zum echten Albtraum werden.

Der Ping misst dabei die Latenzzeit, also die Zeit zwischen Eingabe durch Knopfdruck und Übertragung an den Server. Konkret gesagt bedeutet dies, je niedriger der Ping, desto unmittelbarer die Verbindung – Werte um die 20 Millisekunden sind spitze, spätestens im dreistelligen Bereich kommt es zu frustrierendem Zucken. Die Zeitschrift “connect” testet jährlich die Qualität und Leistung unterschiedlicher Internetanbieter. Die schnellsten Gaming-Pings erzielte zuletzt die Firma 1&1 (Quelle).

Nicht nur beim Gaming lohnt sich die schnelle Verbindung

Eine angemessene DSL-Verbindung sollte eine Bandbreite von 16 bis 32 MBit/s aufweisen, um ruckelfreies Spielen zu ermöglichen. Um überhaupt zu testen, ob die gewünschte DSL-Verbindung beim Gamer-Favorit 1&1 verfügbar ist, gibt es einen Check auf der Webseite. Bedauerlicherweise gibt es in Deutschland immer noch viele Regionen ohne Highspeed-Internet.

Zusätzlich lohnt sich ein Speedcheck für die bestehende Verbindung, um die Auslastung zu testen. Solche Speedtests messen die Datenrate im Up- und Download und geben einen wichtigen Indikator für die Beanspruchbarkeit der Leitung.

Dass die Datenrate beim Online-Spielen besser als nötig gewählt werden sollte, liegt auch an unserem Nutzungsverhalten. Unter optimalen Bedingungen reichen auch langsamere Verbindungen, aber spätestens, wenn im Nebenzimmer jemand Netflix streamt oder Updates fürs Handy herunterlädt, kann es zu langen Latenzzeiten kommen. Zusätzlich ist eine schnelle Verbindung auch dann sinnvoll, wenn Games aus den Online-Stores geladen werden und der inzwischen berühmte Day One-Patch wieder einmal etwas größer ausfällt.

Flüssiges Spielen braucht heute einfach schnelles Internet, ansonsten heißt es im Chat wieder einmal: Sorry, bad ping.