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Bastelei für Audiofreunde: Die SPINBOX

Haben Sie einen Wohnzimmertisch, den Sie aus einer alten Palette zusammengezimmert haben? Oder stehen selbstgezogene Kerzen auf der Fensterbank? Na? Vielleicht ein Aschenbecher aus Ton, den Sie mal im Liebesrausch, und um die süße Kollegin zu beeindrucken, getöpfert bzw. hingegurkt haben? Kommen Sie, geben Sie es zu, auch Sie haben bestimmt irgendwo etwas stehen, das aus dem Meer der Massenware herausragt wie [Nicht jugendfreies Beispiel]. Das man sich handwerklich jetzt auch im Audiobereich ausleben kann zeigt die SPINBOX.

In nur 5 Schritten und 18 Minuten soll sich der tragbare Plattenspieler (laut Entwickler) aus rund einem Dutzend Einzelteilen und robuster sowie wasserabstoßender Pappe mit dem mitgelieferten Werkzeug zusammenbauen lassen. Alle Teile sind mit an Bord, so dass das Kind im Manne sofort mit der Bastelarbeit beginnen kann. Lautsprecher, Plattenteller, Motor, ein Verstärker-Modul sowie Kabel, Füße, Schalter und ein Karton gehören zum Bausatz.

Natürlich bietet die SPINBOX alle geforderten Geschwindigkeiten, von 33 über 45 bis 78 RPM. Damit lassen sich 7-Inch, 10-Inch und 12-Inch Scheiben abspielen. Im Video unten sieht man sehr gut wie die SPINBOX zusammengebaut wird und funktioniert.

Im Zeitalter der Portabilität muss man auch mit der SPINBOX nicht im Dunstkreis einer Steckdose bleiben: Dank Tragegriff und entsprechendem Anschluss kann man den Plattenspieler mit einer herkömmlichen USB-Powerbank via Micro USB betreiben.

Die brennende Frage ist natürlich: Kann so etwas gut klingen? Wir empfehlen für den professionellen Einsatz ein Profigerät, keine Frage. Aber für den Freizeitgebrauch oder als Geschenk ist die SPINBOX auf alle Fälle geeignet. Und wem der Klang der eingebauten Lautsprecher zu “pappig” klingt, der kann entweder an der Lautstärkeregelung drehen oder über den AUX-Anschluss zwei externe Speaker bzw. ein paar Kopfhörer anschließen.

Wir finden dass die SPINBOX eine mehr als charmante Idee ist, die eine einfache, kreative, günstige und vor allem transportable Alternative zu den gängigen Plattenspielern darstellt. Dazu ist sie eine coole Weihnachtsbastelei für Papi, der dann seit Jahren endlich mal keine Krawatte mehr von der Familie geschenkt bekommt.

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Bildnachweis: SPINBOX

Über den Autor

Thilo Heffen

Thilo Heffen

Thilo Heffen wurde 1970 geboren und ist immer noch nicht tot. Sein Berufsleben besteht zum großen Teil aus Titeln mit dem Präfix "Ex-", wie zum Beispiel Ex-Soldat, Ex-Netzwerkingenieur, Ex-Filmemacher, Ex-Operations Manager oder Ex-Niederlassungsleiter. Wird er gerade nicht von Frau, Kindern oder Hund in Beschlag genommen, versucht er auf EXIMUM Beiträge so interessant zu schreiben, dass sie auch von anderen gerne gelesen werden.