Vanlife ist voll im Trend. Unser Redakteur Jan hat sich einen Jugendtraum erfüllt, einen Hochdachkombi gekauft und diesen selbst ausgebaut. Im Sommer ist er dann mit seiner Freundin durch Europa getourt.

Von Deutschland ging es über die Schweiz, Frankreich, Spanien bis nach Portugal. Nach über 2 Monaten Vanlife gibt er in diesem Artikel seine Einblicke und Tipps für den Kastenwagen Ausbau.

Die Fahrzeugwahl

Bei einem Kastenwagen gibt es diverse Modelle zur Auswahl. Ein Sprinter in der größten Variante ist über 2.30 hoch und etwas mehr als 6.5 Meter lang. Mehr Platz im Innenraum heißt aber auch mehr Stress in engen Straßen. Auch Mautgebühren, Fährkosten etc. werden teurer, zudem ist ein großes Fahrzeug im Alltag häufig einfach unpraktisch.

Kastenwagen Ausbau - Der Ford Transit Connect vor dem Ausbau

Der Ford Transit Connect vor dem Ausbau

Wir haben uns auf Basis dieser Aspekte schließlich für einen Ford Transit Connect in der Variante mit Hochdach und langem Radstand entschieden. Er bietet innen recht viel Platz, ist trotzdem recht kompakt und lässt sich auch gut im Alltag fahren. Der Verbrauch ist auf Langstrecken auch recht niedrig. Für einen 2-wöchigen Roadtrip super, für längere Trips auf Dauer eher zu klein.

Isolierung – Ja oder Nein

Die Isolierung hilft dir dabei die Temperatur im Van erträglicher zu machen. Im optimalen Fall heizt sich dein Van in der Sonne nicht zu sehr auf und kühlt in der Nacht nicht so stark aus.

Bei der Isolierung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in vielen Youtube-Tutorials wird Armaflex empfohlen. Das habe ich auch für die Isolierung genutzt. Es ist sehr einfach zu verarbeiten und auch wenn ich eher in warmen Regionen unterwegs bin, in Spanien und Portugal, kann es auch in der Nacht etwas kühler werden und es war definitiv die richtige Entscheidung den Van zu dämmen.

Belüftung

Eine gute Belüftung ist besonders gegen Kondenswasser / Feuchtigkeit im Van wichtig. Aus diesem Grund haben wir ein Dachfenster mit Zwangsbelüftung eingebaut. Der Einbau war nicht schwierig und absolut richtig.

Kastenwagen Ausbau - Dachfenster mit Zwangsbelüftung

Dachfenster mit Zwangsbelüftung

Probleme mit beschlagenen Fenstern hatten wir bisher gar nicht und die Zwangsbelüftung sorgt auch bei geschlossenem Fenster für eine ausreichende Belüftung, ohne dass Regen in den Van gelangen kann.

Stromversorgung

Leider hatten wir nicht genug Zeit um uns eine autarke Stromversorgung im Van zu installieren. Da wir von unterwegs arbeiten, sind wir deshalb aktuell auf eine gewisse Infrastruktur in Form von Cafés, Co-Working oder Restaurants angewiesen. Hier würde ich in Zukunft auf jeden Fall auf ein Solarmodul und auf eine zweite Autobatterie zurückgreifen, um noch unabhängiger zu sein.

Die Innenausstattung

Auf Basis von unseren bisherigen Erfahrungen auf Van- und Campertrips durch Portugal, Neuseeland und dem Balkan haben wir uns bewusst für eine minimalistische Innenausstattung entschieden. Wichtig war uns ein großes Bett und genug Stauraum für unser Surf- und Wanderequipment.

Kastenwagen Ausbau - Die fertige Innenausstattung

Die fertige Innenausstattung

Dusche, Toilette und Küche haben wir nicht in den Van integriert. Zum Kochen haben wir einen kleinen Gaskocher, duschen müssen wir am Strand und geschäftlich nach Möglichkeit in ein Restaurant, Cafe etc.

Kastenwagen Ausbau- Blick aufs Meer

Blick aufs Meer

Mein Fazit – Der Ford Transit Connect als Basisfahrzeug ist super als Minicamper für zwei Personen und kürzere Roadtrips geeignet. Auch bei einem spontanen Städtetrip kann man gut und unauffällig freistehen. Der nächste Kastenwagen wird trotzdem größer, hat einen Ess-/Arbeitsbereich und eine Solaranlage auf dem Dach.

Über den Autor

Jan Jørgensen

Jan Jørgensen

Abenteurer, Minimalist & Online-Unternehmer - Um mehr Zeit zum Surfen zu haben hat Jan in den letzten Jahren auf Bali und in Marokko gelebt. Aktuell lebt er mit seiner Freundin in Portugal. Als ehemaliger Mitarbeiter eines Fashion & Lifestyle Unternehmens schreibt er auf EXIMUM hauptsächlich über die Themen Pflege, Kleidung & Stil.