REIF FÜR DIGITAL DETOX?

So nehmen Sie die digitale Entgiftung in Angriff!

Wollen Sie endlich mal wieder weniger am Handy hängen?  Möchten Sie mehr Zeit mit anderen Menschen verbringen, checken aber alle paar Minuten Ihre WhatsApp-Nachrichten, Instagram-Likes oder E-Mails? Dann sind Sie reif für die digitale Entgiftung! Lesen Sie, wie Sie der Digitalfalle entkommen können und was Sie sonst noch tun können, um Ihre digitale Entgiftung einzuleiten.

Im Jahre 2018 nutzten etwa 57 Millionen (!) Deutsche ein Smartphone. Wenn man bedenkt, dass es 2009 gerade einmal knapp 7 Millionen waren und Deutschland nur etwa 83 Millionen Bundesbürger (Babys eingeschlossen) hat, ist diese Entwicklung fast erschreckend.

Noch schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass wir wirklich permanent an Smartphones hängen, fast wie bei einer Sucht. Digital Detox, also digitale Entgiftung, könnte die Lösung für das Problem sein.


Infografik: Digital Detox | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista


In den letzten Jahren hört man den Begriff „Digital Detox“ aus allen Richtungen. Aber was ist das eigentlich, wie funktioniert es und bringt es überhaupt etwas?

Dazu Wikipedia: Digital Detox ([dɪdʒ.ɪ.təl ˈdiː.tɒks], deutsch: digitale Entgiftung, ugs. auch Handyfasten) beschreibt Bemühungen der Reduktion und des Entzuges des Gebrauches digitaler Geräte und Medien. Innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wollen die Betroffenen auf die Nutzung elektronischer Geräte wie SmartphonesTablets oder Computer und auch des Fernsehens und des Internets vollständig verzichten. Die Menschen entziehen sich dadurch bewusst der Vernetzung und Erreichbarkeit, wollen Stress reduzieren und sich wieder vorrangig dem Real Life (RL) widmen bzw. einen Bezug zur Natur suchen…”

Letztens habe ich ein interessantes Interview im „Focus“ gelesen, auf das ich bei dieser Gelegenheit eingehen möchte. Darin wurde ein Facharzt für Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie, Dr. Volker Busch, gefragt, was es mit dem Digital Detox auf sich hat. Er äußerte sich klar gegen das klassische Modell, bei dem man etwa 3 Wochen auf mediale Reizüberflutung verzichtet. Es würde nämlich gar nichts bringen, wenn man 3 Wochen lang offline ist und sich auf das Leben konzentriert, nur, um danach in den gewohnten Alltag zu verfallen.

Die negativen Folgen, die sich aus jahrelangem, übermäßigem Konsum ergeben, können übrigens wie folgt aussehen:

Mangelhafte Konzentration

Wir können uns nicht richtig auf eine Aufgabe konzentriere, wenn aller paar Minuten das Lämpchen unseres Smartphones aufleuchtet. Selbstverständlich müssen wir in diesem Fall nachschauen, wer uns geschrieben hat und lenken uns somit ab.

Digitale Entgiftung - Leistungsabfall
Bildquelle: Hutomo Abrianto on Unsplash

Starker Leistungsabfall

Aus der zuvor erwähnten mangelhaften Konzentration folgt ein rapider Leistungsabfall, da wir unsere Arbeit nicht mehr so gewissenhaft und konzentriert erledigen können.

Schlafstörungen

Gehören Sie zu den Menschen, die ihr Smartphone dauerhaft dabeihaben müssen und sich anderenfalls „nackt“ fühlen? Dann sind sie sicherlich auch in den späten Abendstunden noch im World Wide Web unterwegs, beantworten Mails oder WhatsApp-Nachrichten.

Das Problem dabei: Sie bringen sich um erholsamen Schlaf und hindern Ihr Gehirn daran, Informationen und Ereignisse zu verarbeiten. Dadurch ist es permanent angespannt, was nicht nur zu Schlafstörungen, sondern auch zu weiteren psychischen Auffälligkeiten führen kann.

Was also sollten wir tun, um die negativen Folgen von Dauerberieselung durch Fernseher, Handys und Laptops zu entgehen?

Die Antwort: Konsequenter Umgang mit Medien und regelmäßige Offline-Zeiten.

Digitale Entgiftung - Mit dem Laptop im Bett
Bildquelle: Matthew T Rader on Unsplash

3 Tipps am Anfang, um die digitale Entgiftung in Ihren Alltag zu integrieren

  1. Machen Sie sich Smartphone-freie Zonen

Klingt einfach, ist einfach. Beispielsweise können Sie in Zukunft das Schlafzimmer, das Bad oder die Toilette zu Smartphone-freien Zonen erklären und dort bewusst auf den medialen Konsum verzichten.

  1. Bestimmte Funktionen outsourcen

Geben Sie es zu: Als Sie vom Vorschlag gehört haben, das Smartphone aus Ihrem Schlafzimmer zu verbannen wurde Ihnen kurz mulmig. Als nächstes ist Ihnen wahrscheinlich eingefallen, dass es ja nicht geht, weil Sie jeden Morgen die Weckfunktion benötigen, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.

Die gute Nachricht: Es gibt Wecker! Es ist also ziemlich einfach diese Ausrede zu umgehen, indem man sich einen einfachen, analogen Wecker besorgt.

  1. Nicht sofort reagieren

Die meisten Menschen haben die Push-Benachrichtigungen aktiviert und antworten innerhalb weniger Minuten auf Mails und Nachrichten. Muss das sein?

Wieso denken Sie, dass etwas Schlimmes passiert, wenn Sie erst dann antworten, wenn Sie wirklich die Zeit dazu haben.


Infografik: Urlaub Digital: Das Smartphone muss mit | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista


Unser Tipp: Versuchen Sie es einfach Mal und lassen Sie Nachrichten für ein paar Stunden unbeantwortet. Sie werden erstaunt sein, wie wenig es Ihren Freunden und Ihrer Familie ausmacht, dass Sie noch ein Offline-Leben haben! Entrümpeln Sie auch Ihr Smartphone, das hilft tatsächlich. Lesen Sie mehr dazu in unserem “Eine minimalistische Anleitung zum Entrümpeln Ihres Smartphones.

Gespannt auf weitere Tipps? In unserem Artikel “10 Tipps – So machen Sie Sport zur Gewohnheit” finden Se weitere interessante Anregungen!

Sie fanden das Thema „Digital Detox – den digitalen Stress minimieren“ interessant, haben Fragen oder Anmerkungen? Lassen Sie es und wissen und hinterlassen Sie einen Kommentar!

Headerbild: InstagramFOTOGRAFIN auf Pixabay


An alle Leserinnen und Leser!
Wir verzichten bei EXIMUM auf eine Paywall oder eine Flut von störender Werbung. Wir möchten diese Seite für alle offen halten, die Interesse an unseren Artikeln haben. Wenn jeder, der unsere Beiträge liest und mag, hilft, diese zu finanzieren, wird es EXIMUM auch in Zukunft geben. Hier können Sie unterstützen: via PayPal und Steady.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More