Sie kennen das sicherlich: in Deutschland im Wohnzimmer sitzen, es ist düster, draußen ist es kalt, nass und es schneit vielleicht einmal zur Abwechslung. Nun, wir kennen das aktuell nicht. Denn gerade in dem Moment, wo wir diesen Artikel hier für Sie verfassen, sitzen wir bei 19 Grad in Lissabon in der Sonne und lassen uns den Espresso schmecken. Und davor waren wir tatsächlich körperlich aktiv und waren auf der Rota Vicentina, genauer gesagt auf dem Fischerweg in Portugal an der Algarve wandern – in der Sonne versteht sich. Warum Sie dies auch machen sollten? Hier sind unsere Antworten!

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Nummer 1: Sonne vs. Tristheit

Sonne pur! Ja zugegeben, eigentlich ein langweiliger Grund, den Fischerweg zu wandern, weil dies ist ja offensichtlich. Und wir haben es in unserer Einleitung schon erwähnt. Hier in Portugal ist der Frühling schon längst angekommen und täglich wird das Wetter noch besser. Regenfälle sind kaum noch zu erwarten und Schnee haben viele Portugiesen in ihrem Leben noch nicht gesehen. Also wenn Sie mal nicht zum Skifahren im Winter wollen, sondern lieber ins angenehm warme Klima: Portugal ist ein super Reiseziel. That’s the way to go! Und wenn Sie dann auch noch wandern wollen, umso besser. In der Sonne bei etwa 15 Grad lässt es sich sehr gut wandern. Entfliehen Sie dem grauen Wetter in Deutschland…

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Nummer 2: Rückenwind

Sie fahren gerne Rad? Dann kennen Sie das ja, Sie haben immer Gegenwind. Kleiner Tipp: Laufen Sie einfach, das hilft. Dann ist die Relativgeschwindigkeit zum Wind geringer und Sie kommen einfacher voran. Genug Physik. Und am besten wandern Sie den Fischerweg von Norden nach Süden, denn dann haben Sie den kräftigen Nordwind an der Küste Portugals immer schön im Rücken. Clever oder?

Nummer 3: Abwechslungsreiche Landschaft

Ein sehr abwechslungsreiches Bild bietet sich Ihnen auf diesem Wanderweg. Gut, zu Ihrer einen Seite werden Sie immer auf den Atlantik und die Küste blicken, aber auf der anderen Seite werden Sie auf die unterschiedlichsten Landschaftsformationen treffen. Strände, steile Klippen, wüstenähnliche Landschaften oder auch Wälder. Es ist alles dabei. Und gerade das macht den Fischerweg so attraktiv. Kein langweiliger Weg, der nur durch den Wald führt und man keine Aussicht genießen kann, wie so mancher Wanderweg in Deutschland. Nicht umsonst gehört der Fischerweg zu den schönsten Wanderwegen weltweit. Und dies können wir definitiv bestätigen!

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Nummer 4: Günstige Unterkünfte in Portugal

Preise aus München, Hamburg oder Frankfurt kennt man in Portugal nicht. Hier treffen Sie noch auf bezahlbaren Wohnraum. Ob Sie gleich ein Haus an der Algarve kaufen, bleibt Ihnen überlassen, für eine Wanderung aber ist es erst einmal nicht zwingend notwendig. Aber Vorsicht: Portugal boomt! Die Wirtschaftskrise ist so gut wie überwunden. Es wird an allen Ecken und Enden investiert und so langsam steigen auch hier die Preise für Immobilien. Aber das ist ein anderes Thema, denn wir waren eigentlich beim Wandern. Egal ob Campingplatz oder günstiges Hotel, Hostel oder Ferienwohnung. Alle Preise liegen unterhalb der uns in Deutschland bekannten Werte.

Nummer 5: Gesunde und frische Seeluft

Aber da wir gerade bei Großstädten waren: die Seeluft wird Ihnen unglaublich gut bekommen! Und das Meeresrauschen des Atlantiks, das Sie auf allen Etappen des Fischerweges begleitet, ist unfassbar beruhigend. Einfach mal raus aus der Spirale der Städte, der permanente Lärm ist nicht gut für Sie! Na gut, wenn Sie natürlich an der Nord- oder Ostsee wohnen, kennen Sie das Meer, dann fahren Sie einfach in die Alpen nach Berchtesgaden. Wir haben für jeden von Ihnen einen Tipp. Und wenn Sie auf dem Land wohnen, dann haben Sie das Meer auch nicht täglich im Blick. Also auf an die Algarve…

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Nummer 6: LTE lässt grüßen

Apropos Land: LTE kennen Sie in ländlichen Gegenden ja fast nicht (okay, das ist ein wenig übertrieben). Aber selbst wenn Sie beim Wandern nicht auf Ihr Kommunikationsmittel in Form eines Smartphones verzichten können: nutzen Sie einfach das überraschend gut ausgebaute LTE-Netz auf dem Fischerweg. Und dank der weggefallenen Roaming-Gebühren ist das ja mittlerweile gar kein Problem mehr. Selbst jedes noch so kleine Dorf hat LTE-Empfang. Daran sollte die Servicewüste Deutschland sich mal ein Beispiel nehmen. Noch besser wäre es aber, das Gerät einfach abzuschalten unterwegs…

Nummer 7: Nette Menschen

Ob Einheimische oder andere Wanderer auf dem Fischerweg: alle begegnen Ihnen sehr freundlich und hilfsbereit. Nur rechnen Sie damit, dass vor 9 Uhr in einem portugiesischen Dorf mitten im Nirgendwo relativ wenig los ist. Die Menschen sind eine andere Zeit gewohnt. Beispiel gefällig? Frühstück um 12 Uhr, Mittagessen um 16 Uhr und Abendessen um 22 Uhr. Da liegen Sie schon längst wieder im Bett und schlafen sich für den nächsten Wandertag aus.

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Nummer 8: Pflanzen und Tiere

Weißstörche sehen wir in Deutschland recht selten, meist noch in Norddeutschland. Wir haben Hunderte gesehen. Wenn Sie jetzt glauben, wir übertreiben, haben Sie vermutlich Recht. Aber es waren unglaublich viele Störche in Ihren Nestern, die diese Tiere wagemutig auf Felsspitzen in der Brandung platziert haben. Auch die Vegetation kennen wir so aus Deutschland nicht. Haben Sie es satt, immer die gleichen Laub- und Mischwälder zu sehen? Dann sollten Sie tatsächlich in den Südwesten Portugals fahren. Die immergrüne Macchie, Eukalyptus- und Zitrusgewächswälder prägen den Weg.

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Nummer 9: Günstiger Wein

“Kein Bier vor vier” heißt es doch so schön. Wir fragen uns, ob das für Wein auch gilt? Wie dem auch sei, wenn Sie für eine Karaffe eines wirklich guten Rotweins (0,7 bis 1 Liter) um die vier Euro zahlen, kann auch mal der ein oder andere Wein vor vier Uhr getrunken werden. Finden wir. Das geht natürlich nur, wenn Sie schnell genug auf der Etappe waren, aber die Tagesetappen sind alle sehr gut machbar. Sie bekommen natürlich auch Bier in den Bars und Restaurants in Portugal. Aber deutsches Bier ist eben doch besser…

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Nummer 10: Zeit für sich finden

Auf den Etappen kommen Sie fast nie durch ein Dorf. Lediglich Start- und Endpunkt einer Etappe haben Kontakt zur Zivilisation. Ein Traum für jeden Wanderer. Und wenn Sie den Weg auch im Winter wandern sollten, so wie wir es getan haben, werden Sie kaum einer Menschenseele begegnen. Eine Wanderautobahn ist wahrlich etwas Anderes. Genießen Sie diese menschenleere, teilweise unberührte Natur. Nehmen Sie sich die Zeit zum In-Sich-Kehren, selten werden Sie innerhalb von Europa noch einen solchen Platz Natur finden.

Unser Fazit: Ein Traumweg!


Wenn Sie genauere Informationen zu diesem Traumweg (Anreise, Unterkünfte, Tipps) haben möchten, schauen Sie auf dem Outdoor-Blog Trekkinglife vorbei. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Wandern auf dem Fischerweg.

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Quelle der Bilder: www.trekkinglife.de

Über den Autor

Thomas Wester

Thomas ist aktuell 23 Jahre alt und studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Aachen. Wie kommt er aus Aachen zum Wandern? Ganz einfach, seit seiner frühen Kindheit fährt er jedes Jahr in die Alpen zum Wandern und Klettern. Nachdem er Jannik kennengelernt hatte, haben sich die beiden dazu entschieden, ihre Touren sowohl schriftlich auf ihrem Blog trekkinglife.de als auch in Videos auf ihrem YouTube-Kanal zu veröffentlichen.

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